
Herbe Enttäuschung (Inhaltlich)! - Muss mich leider einigen 1-Stern-Bewertungen anschließen.Grundsätzlich mag ich intelligente Filme mit einer gewissen Message - aber Blade Runner hat es nicht geschafft, mir diese zu vermitteln.Ok die Optik des Films ist ganz nett, aber das ist auch schon alles. Keine schauspielerischen Höhepunkte, seichte Story. Das alles wäre ja noch zu verkraften wenn der Film wenigstens einen Spannungsbogen hätte - Fehlanzeige. Es passiert einfach deutlich zu wenig. Kann die Euphorie der meisten Rezensenten hier in keinster Weise nachvollziehen. In meinen Augen gibts dutzende bessere Sci-Fi-Perlen.Warnung an alle, die den Film noch nicht gesehen haben: nicht blind auf Grund der vielen positiven Kritiken kaufen - ich bin darauf auch reingefallen.
Runner Blade - Außer Han Solo und Indy eine, für mich, besten Rolle für Ford. Seine glaubhafte und authentische Rolle ist jederzeit nachvollziehbar. Auch die Darstellung des Dauerregens spiegelt die Grundstimmung des Films wieder. Los Angeles im Jahre 2019. Dauerregen und Smog tauchen den überbevölkerten Moloch in ewige Dämmerung. Spinner-Polizeigleiter schwirren durch die Luft und überwachen das grelle Ethnogemisch, das sich am Fuße 400stöckiger Stahlbeton-Pyramiden tummelt. Ein desillusionierter Ex-Cop (Harrison Ford) erhält den Auftrag, eine Gruppe von flüchtigen Replikanten zu eliminieren. Es handelt sich dabei um eine hoch entwickelte Roboter-Spezies, die zur Kolonisation auf anderen Planeten eingesetzt wurde, durch einen Konstruktionsfehler jedoch eine Revolte angezettelt hatte. In den Straßenschluchten der Millionenstadt kommt es zu einer gnadenlosen Verfolgungsjagd.Die Konfrontation des Menschen mit Realität und Virtualität und das verstrickte Spiel mit getürkten Erinnerungen zieht sich als roter Faden durch das Werk von Autor Philip K. Dick (Die totale Erinnerung). Sein Roman Träumen Roboter von elektrischen Schafen? liefert die Vorlage für diesen doppelbödigen Thriller, der den Zuschauer mit faszinierenden Zukunftsvisionen und der gigantischen Kulisse des Großstadtmolochs gefangen nimmt. Der Komponist Vangelis taucht diese Metropolis in ein tranceartiges Musikgewebe.Das entworfene Stadtbild galt Filmen wie Luc Bessons Das fünfte Element als Vorbild. Schließlich sind es die verblüffenden Spezial-Effekte, die den klassischen Detektiv-Thriller in eine bis heute atemberaubende Vision des herannahenden Jahrtausends verwandeln.Ein toller Harrison Ford und ein zum nachdenken bringender Si-Fi-Film.
aktueller denn je - Dieser Film diskutiert vor dem Hintergrund moderner Biotechnologie die Frage, was eigentlich menschliches Leben bedeutet - im Gegensatz zu diesen Wesen, die als Replikanten bezeichnet werden, aber doch Menschen sehr ähnlich sind. Manche sind zu perfekt, manche sind als Spielzeug geschaffen, manchen hat man Erinnerungen mitgegeben. Wodurch unterscheiden sie sich von Menschen? Auf welche Rechte haben sie Anspruch? Mit welchem Recht werden ihnen bestimmte Rechte abgesprochen? Man kann kaum glauben, daß der Film 25 Jahre alt ist. Das ganze wird in monströse düster-barocke phantastische Bilder gekleidet. O.K., es wird auch rumgeballert, schließlich soll das ganze als Hollywood-Action-Film durchgehen, aber das ist nun wirklich nicht das Zentrum des Films.
Perfekt!!! - Los Angeles in zwölf Jahren: Im November 2019 wuchert die City wie ein Krebsgeschwür. Betongebirge, über 400 Stockwerke hoch, die Luft ist grau von Rauch und sauren Dämpfen. Dort lebt Deckard (Harrison Ford), der Blade Runner (1982), ein Klassiker der modernen Kulturgeschichte. Zum 25-jährigen Jubiläum hat sich Regisseur Ridley Scott noch einmal ans Schnittpult gesetzt und seinen Film gründlich überarbeitet. Blade Runner - Final Cut erscheint mit neuen Special Effects, einem satten 5.1-Sound sowie neu eingebauten Szenen auf einer Doppel-DVD und trifft nun auch die volle Zustimmung von Regisseur Ridley Scott, wie er in der Einleitung zum Film mitteilt.Blade Runner ist ein äußerst konkret erzähltes Märchen und zugleich eine grausame Zukunftsvision: Deckards Aufgabe ist das Töten von Replikanten, von künstlichen Menschen, die verbotenerweise die Erde betreten haben. Er hasst seinen Job, aber er ist der Beste. Vier Replikanten des Typus Nexus 6 stehen diesmal auf seiner Abschussliste: vier mehr oder weniger menschliche Wesen.Blade Runner ist eine brillante Genre-Mischung von Science-Fiction und Krimi der schwarzen Serie. Die Vorstellungen des Regisseurs Ridley Scott von der Visualisierung der Welt der Zukunft waren präzise, peinlich genau und sind bis heute Vorbild für zahlreiche Science-Fiction-Verfilmungen. Die eindrucksvollen Bauten, aber auch Hauptdarsteller Harrison Ford sind Glanzlichter des Films.Fazit:Ein perfekter Film und endlich auch die perfekte Fassung.
Ein Meisterwerk - Blade Runner ist sowohl einer meiner Lieblingsfilme als auch -bücher. Der Film hält sich zwar nur sehr lose an das Buch, aber dadurch gewinnt er auch an Eigenständigkeit. Man muss wohl nicht mehr zu dem Film sagen - wer ihn noch nicht gesehen hat, einfach zugreifen. Wer bereits den Director s Cut hat, muss überlegen - die Änderungen sind doch sehr gering.Noch eine persönliche Anmerkung: Ridley Scott wollte niemals die (meiner Ansicht) völlig unsinnigen Voice-Off Kommentare haben noch das aufgesetzte Happy-End. Da aber die Kinoversion ja enthalten ist, versteh ich die Kritik nicht, dass die Final-Cut Version diese nicht zusätzlich bietet. Warum sollte sie? Der Film ist nun genauso so wie ihn Scott haben wollte - bei einem Gemälde sage ich doch auch nicht, schönes Bild, aber das ganze bitte nun noch in Schwarz-weiss?Die Synchro ist übrigens absolut ok, ich habe keine grossen Unterschiede zur Original-kinoversion feststellen können.