Schauspieler : Die Geisha

Die Geisha

EUR 9,00


Laut Arthur Goldens fesselndem ersten Roman bedeutet das Wort Geisha nicht Prostituierte, wie ignorante Abendländer zuweilen vermuten -- sondern vielmehr Kunstgewerblerin oder Künstlerin. Um das Geisha-Erlebnis für die Erzählkunst einzufangen, trainierte Golden so lange und so hart wie jede Geisha, die die Kunst der Musik, des Tanzes, der klugen Konversation, des cleveren Kampfes mit konkurrierenden Schönheiten und der geschickten Verführung wohlhabender Kunden meistern muß. Nachdem er seinen akademischen Grad in japanischer Kunst und Geschichte an der Harvard und der Columbia Universität erhalten hatte -- und seinem M.A. für Anglistik -- lernte er in Tokio einen Mann kennen, der der uneheliche Sohn eines angesehenen Geschäftsmannes und einer Geisha war. Diese Begegnung inspirierte Golden dazu, zehn Jahre lang jedes Detail der Geisha-Kultur zu erforschen. Dabei stützt er sich hauptsächlich auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki, die Jahre damit verbrachte, die ganz Reichen und die ganz Berühmten zu bezaubern. Das Ergebnis ist ein Roman mit der breiten gesellschaftlichen Leinwand (und der Liebe zum Zufall) eines Charles Dickens und der Beobachtungsgabe für die Feinheiten des erotischen Manövrierens einer Jane Austen. Der Leser erlebt das gesamte Leben einer Geisha mit, von ihren Anfängen 1929 als verwaistes Mädchen in einem Fischerdorf, über die triumphale Versteigerung ihrer Mizuage (Jungfräulichkeit) als Teenager zu einem Rekordpreis, bis hin zu ihren späten Jahren als die angesehene Geliebte ihres mächtigen Traumkunden mit einem Hang zur Nostalgie. Wir erfahren, daß eine Geisha eher mit der abendländischen Idee einer Frau als Statussymbol vergleichbar ist als mit einer Prostituierten -- und daß, wie bei Austen, unverholene Prostitution und früher Tod für eine Frau die Alternative zum repressiven, obskuren System der Brautwerbung sind. In einfacher, eleganter Prosa führt uns Golden direkt zur Geisha in die Teestube, wir sind dabei, während sie -- in einer gesellschaftlichen Situation, in der durch eine geistreiche Bemerkung, eine allzu offenherzige (oder zuwenig offenherzige) Zurschaustellung von nackter Haut unter dem Kimono oder ein boshaftes Gerücht, das von einer Rivalin so gemein wie eine Spinne verbreitet wird, Karrieren gemacht oder zerstört werden -- anmutig um ihr Leben kämpft . Goldens Netz ist fein gesponnen, doch sein Buch hat einen ernsthaften Makel: die wahre Romanze der Geisha klingt hohl -- die Liebe ihres Lebens ist ein Symbol, nicht eine Figur. Ihre niederträchtige Geisha-Nemesis ist scharf gezeichnet, aber sie wäre deutlicher erkennbar, wenn wir einen tieferen Blick in die Gründe für ihre motivlose Bösartigkeit bekämen -- in das Elend, das alle Geishas teilen. Trotzdem, Golden hat den Grand Slam der Belletristik gewonnen. Er hat eine überzeugende Protagonistin in einer anschaulichen, mittlerweile untergegangenen Welt geschaffen. Großartig fängt er die Kultur Japans ein, indem er seine Gedanken in authentischen fernöstlichen Metaphern zum Ausdruck bringt.

Einfach einzigartig... - Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Dieses Buch konnte ich garnicht mehr bei Seite legen, habe es regelrecht verschlungen.Die Verfilmung kommt in keinster Weise an das Buch heran.

Absolut lesenswert ... für Frauen - Zu allererst: Männern empfehle ich dieses Buch nicht. Die beschriebenen (Kleinmädchen-) Gefühle und Schwärmereien sind von kaum einem Mann nachzuvollziehen. Er würde sich nur lächerlich darüber machen.Die Erziehung und das Erwachsenwerden der Geishas zur damaligen Zeit sind sehr gut beschrieben. Fachbegriffe werden ausführlich erklärt, manchmal auch zweimal, was mit der Zeit nerven kann. Der Schreibstil ist sehr einfach. Dadurch liest sich das Buch aber sehr leicht. Man kann hier keine hochgestochene Schreibweise erwarten, weil die Worte direkt aus dem Mund einer Geisha kommen.War der Großteil des Buches spannend, war ich am Ende froh, dass ich es durch das Buch geschafft habe. Das letzte Viertel zieht sich dahin. Es passiert nicht mehr viel. Viele Dinge werden wiederholt und wiederholt. Das Ende wirkt mehr als konstruiert. Alles nach dem Motto: das wollen die Leser lesen und nichts anderes. Dabei bleiben Gefühle/Gefühlsäußerungen gerade am Ende des Buches total auf der Strecke. Gerade hier hätte man sie aber erwartet. Das hat mich enttäuscht. Um lange Herbst- und Winterabend zu füllen, ist dieses Buch geeeignet. Aber wer hier hohe Literatur erwartet, ist hier fehl am Platz.

Völlig falsche Darstellung vom Berufsstand der Geisha!!! - Abgesehen davon, das der Roman seicht und schwarz-weiß-malerisch ist wie ein billiger Kitschroman vom Bahnhofskiosk, die Dialoge plump und platt sind, und die Protagonisten im Laufe von fast 20 Jahren überhaupt keine Reifung und Entwicklung ihrer Persönlichkeit erfahren (aber das ist ja Geschmackssache), ist es eine völlig falsche und entwürdigende Darstellung vom Beruf und Leben einer Geisha! Lediglich einige wenige Details aus dem Alltagsleben sind interessant und wahrheitsgemäß, aber selbst da gibt es genügend nicht ganz richtige Darstellungen. Wirklich empörend! Dabei sollte es Arthur Golden, der japanische Geschichte studiert hat, selbst einige Jahre in Japan lebte und sich ausführlich mit einer der erfolgreichten Geishas ihrer Zeit, Mineko Iwasaki (siehe Die wahre Geschichte der Geisha), unterhalten hat, wirklich besser wissen! Der Titel Die Kurtisane wäre wirklich passender gewesen! Zum Beruf der Geisha gehört keine Prostitution! Sie hat als finanziell unabhängige Frau sexuelle Gefälligkeiten überhaupt nicht nötig! Ebensowenig einen Gönner, der sie aushält. Wenn sie eine Liebesbeziehung zu einem reichen, einflußreichen Mann hat, ist das Privatsache und eben eine Liebesbeziehung oder gar Ehe. Völlig falsch ist daher auch die Schilderung, eine Geisha würde bei der Mizuage-Zeremonie ihre Junfräulichkeit versteigern/verkaufen/verlieren! Eine zeremonielle Defloration war nur bei einer Oiran (Kurtisane, hochklassige Prostituierte) üblich.Außerdem sind Geishas keine hübschen Zuckerpüppchen, die eine Gesellschaft lediglich durch ihre Schönheit erfreuen, und ansonsten außer plumpen Flirts und patzigen Antworten nichts zu bieten haben. Sie sind gebildete, gut informierte Künstlerinnen, ausgebildet in den traditionellen japanischen Künsten wie Tanz, Teezeremonie, Musik und Kalligraphie. Es ist ihre Aufgabe, durch ihre exquisiten Darbietungen und eine höfliche, geistreiche Konversation für das Wohlbefinden der Gäste und des Gastgebers zu sorgen.

Einblicke in eine völlig fremde Welt! - Der Autor hat mit dem Buch Die Geisha jedem von uns ein Türchen in eine uns vollkommen unbekannte Welt geöffnet.Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen!Arthur Golden hat die Welt und das Umfeld einer Geisha so echt,lebendig und detailgetreu beschrieben,dass man das Gefühl hat in dieser Welt mitzuspielen.Über die Zeit in Japan,in der junge Mädchen zu Geishas ausgebildet wurden wissen nur die wenigsten Leute heutzutage Bescheid.Das Buch beantwortet nacheinander alle entstehende Fragen.Wenn man die Geschichte des kleinen Fischermädchen liest und ihre Entwicklung zu einer der berühmtesten Geishas in ganz Japan verfolgt ist man verblüfft und gleichzeitig geschockt was von dem Kind gefordert,verlangt und erwartet wurde und welche Strafen bei Ungehorsam auf sie warteten!Das Buch ist bis zur letzten Seite gefüllt mit Wünschen,Hoffnungen und Ängsten der heranwachsenden jungen Frau.Es ist eine beeindruckende Lebensgeschichte,die einem zeigt wie die Dinge im alten Japan liefen.Ich kann Die Geisha jedem empfehlen,der mehr über das alte Japan und über das Schicksal der Geishas wissen möchte.

*****wahnsinnig ergreifendes tolles Buch****** - Arthur Golden schildert so faszinierend das Leben der Geisha, dass man meint genau zu wissen, wovon er spricht, obwohl wir uns in einer vollkommen fremden kultur befinden.mich hat schon lange kein buch mehr so gefesslt wie dieses!!!besser kann ein buch nicht fesseln und faszinieren.kann es jedem nur empfehlen, der gerne neues erfährt und lernt.




Die Geisha