
Etwas farblos - Corinne Hoffman verläßt ihren Freund, um einem Massai in den Busch zu folgen, den sie nicht kennt. Mit einer hoffnungslosen Naivität geht sie die Sache an und ohne jeden Versuch sich Sitten und Gebräuchen des Landes anzupassen. Sie bringt ihren Mann in Situationen, die sein Ansehen schädigen und auch die Landesprache zu lernen, hat sie abgelehnt.Einseitig geschildert ist die Story farblos und die Handlungen der Protagonistin unverständlich, auch wenn es sich um eine wahre Geschichte handelt.
Berührender Film der in eine andere Welt eintauchen lässt - Wie wohl für alle sichtbar ist, sind die Meinungen zu diesem Film sehr zwiegespalten, und dass kann ich durchaus verstehen. Wer eine eins zu eins gespielte Handlung nach dem Buch erwartet hat, konnte ja nur enttäuscht werden. Das Buch ist sehr sehr lang und hat einige kleine Nebengeschichten, es wäre viel zu kompliziert geworden das alles in den Film zu packen, des weiteren wäre er dann viel zu lang geworden.Ich bin der Meinung dass der Film dem Buch zwar nicht ganz genau entspricht, aber durchaus das wiederspiegelt was bedeutend ist. Die Gefühle werden gelebt und nachvollziehbar dargestellt und die Schauspieler leben ihre Rollen vollkommen. Man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass die beiden Hauptdarsteller das schwierige und ausergewöhnliche Leben zweier Menschen nachspielen die wirklich existieren und die sie nicht kennen und doch müssen sie versuchen diese darzustellen. Ich finde das um einiges schwieriger als eine fiktive Person zu spielen, die man sozusagen selbst erschafft und eine eigene Persönlichkeit gibt. Nina Hoss und Jacky Ido sind dieser Herausforderung durchaus gewachsen und überzeugen in allem.Die Schauspielrischen Leistungen der Charaktere, die Geschichte selbst (auch wenn sie etwas naiv ist, so war Corinne Hofmann eben)die Landschaft und die Musikmachen diesen Film zu einem echten Erlebnis, und wenn man der Meinung ist der Film entspricht dem Buch in keinem Fall dann sollte man sich daran erinnern, dass Corinne Hofmann die den Film absegnete und deren Lebensgeschichte es ist selbst von diesem Film überzeugt ist.Ich kann diesen Film nur empfehlen.
Der Film ist deutlich besser als das Buch... - ... und dies hat mich schon sehr überrascht. Meistens kann ein Film ein wirklich gutes Buch nicht übertreffen. Aber ein weniger gelungenes Buch in einen recht guten Film zu verwandeln, ist sicher auch eine Kunst. Zum Inhalt steht in meinen Vorgängerrezensionen genug drin. Das Lesen des Buches hat mich eher wütend gemacht. Es ist absolut nicht deutlich geworden, was eine europäische Frau derart fasziniert, um das Leben so dramatisch zu ändern. Der Film dagegen, macht dies sehr wohl deutlich. Sicher spielen hier auch die tollen Landschaftsaufnahmen eine große Rolle. Aber auch die Schauspieler waren richtig gut und ihnen habe ich die Handlung abgekauft.Fazit: Buch - nicht empfehlenswert, Film - empfehlenswert
Emotional... - Ich fand die schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller sehr überzeugend. Mich haben die Zustände dort wirklich erschreckt und ich fande es überhaupt nicht schlimm, dass die Einzelheiten nicht so haarklein dem Buch entsprachen. Es ist halt immer ein riskantes Unterfangen ein Buch zu verfilmen - man hat ja so seine eigenen Vorstellungen, die man dann dort wahrscheinlich nicht verwirklicht sieht. Mich hat der Film sehr berührt.
Menschen ändern sich nicht - Ein intelligenter Film (das Buch habe ich nicht gelesen), gut inszeniert und gut verständlich. Eine Frau aus der Schweiz will eine Existenz im afrikanischen Busch aufbauen. Die Beziehung zwischen einer Europäerin und einem Massai Krieger ist wunderbar erzählt und glaubwürdig dargestellt. Wir verfolgen die Geschichte zweier Menschen die sehr unterschiedlich sind, dennoch viel tun, um ein Zusammensein möglich zu machen. Das klappt auch für eine gewisse Zeit. Beide sind bereit von dem anderen zu lernen, bis eine Grenze erreicht ist, wo das Verständnis nicht mehr möglich ist. Der junge Krieger kann letztendlich nicht Herr über seine Eifersucht werden und sie ist nicht bereit zu verstehen, was ihr europäisches Verhalten in ihm auslöst. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden, warum diese Beziehung letztendlich scheiterte. Eins ist sicher: Menschen ändern sich nicht, auch wenn sie das gerne glauben würden. Auch für die Liebe nicht.