
Der Erste Einsatz - Jeder James Bond Fan muss sich eingestehen, das die Bondfilme unter der Rehie von John Glen am besten waren und den Hauptdarsteller immer von ihren besten Seite zeigten. Und genau das ist bei dem ersten Einsatz vom Timothy Dalton als James Bond der Fall, er verkörpert für mich den besten und ernsten Darsteller des Charakters James Bond. Er ist hart, aber weiß auch mit Gags zu überzeugen. Die Action ist spitze und Timothy Dalton der Hit!!
Stark aber... - ... die immer wieder unrealistischen Szenen in denen Bond nichts, aber auch gar nichts abbekommt kosten hier wieder mal einen Stern.Sonst gute Unterhaltung - ein Film, den man nach längerer Zeit immer mal wieder sehen kann.
Undankbares Erbe souverän gemeistert! oder Willkommen in Österreich, 007... - Wir schreiben das Jahr 1987: Roger Moore hat nach 7 erfolgreichen Bond-Abenteuern seine Lizenz zum Töten an den Nagel gehängt und gleichzeitig - während seiner 13jährigen Ära (!) - aus Bond eine Figur gemacht, die wohl ihm selbst näher kam als Ian Flemings Roman-Original.Nicht selten bewegte sich Mr. Moore auf dünnem Eis, kratzte er an der Grenze des Erträglichen was seine ironische, oftmals (über)witzige Verkörperung Bonds anbelangt.Nichtsdestotrotz hat er ein Vakuum hinterlassen als er - bereits 60jährig - in den 007-Ruhestand trat. Im Grunde genommen konnte - wer auch immer es sein mochte - Moores Nachfolger nichts anderes als enttäuschen...An dieser Stelle muss man sagen, dass Timothy Dalton - obwohl er neben George Lazenby der umstrittenste Bond-Darsteller bis dahin war - ein überraschend gefälliges Debüt geglückt ist.Härte war angesagt! Vielleicht kann man hier durchaus Parallelen zu Daniel Craig ziehen, der heutzutage ebenfalls (wieder) einen härteren und kälteren Bond auf der Leinwand repräsentiert. Vermutlich war der Bruch Moore-Dalton aber verhältnismäßig sanft, im Gegensatz zum radikalen Ärawechsel Brosnan-Craig. (Anm.: Zwischen Dalton und Pierce Brosnan sehe ich persönlich gar keine Bruchstelle. Trotz 6jähriger Unterbrechung hat Brosnan meiner Meinung nach ziemlich genau dort weitergemacht, wo Dalton aufgehört hat...) Denn obwohl Dalton oftmals etwas unterkühlt wirkt und imagemäßig eher einem durchschnittlichen Actionhelden nahekommt als einem Bond-Sir mit allen Facetten, hat er es auf erstaunliche Weise irgendwie geschafft, Bond ein neues Gesicht zu verleihen ohne die (auch damals bereits vorhandene) Tradition der 007-Reihe völlig zu missachten.Zugute kam Herrn Dalton bestimmt die gute Story von Der Hauch des Todes: Zunächst soll Bond einen Überläufer vom KGB schützen, ehe sich herausstellt, dass dieser nur ein Spiel spielt, um Ost und West gegeneinander auszuspielen und Verwirrung zu stiften, damit er ungestört mit einem Waffenschmuggler seinen höchstprofitablen Geschäften nachgehen kann. Natürlich wäre alles halb so interessant, gäbe es da nicht eine KGB-Agentin, die 007 gleich zu Beginn des Streifens absichtlich mit seinem Scharfschützengewehr verfehlt und - so wie zunächst auch Bond - nicht ahnt, welches intrigenhafte Spiel hier vonstatten geht... (Sie ist überdies die Geliebte des vermeintlichen Überläufers.)Was diesen Bond meiner Meinung nach allerdings tatsächlich zu einem der besten seiner Sorte macht, sind die hervorragend gewählten Drehschauplätze! Mal ist man hinter dem Eisernen Vorhang (CSSR), mal in London, mal im verträumten Wien, dann plötzlich im Mittleren Osten und zwischendurch auch in Afrika. Die Mischung ist schlichtweg perfekt!Und während sich Bond in der (ehemaligen) CSSR durch und über Schnee und Eis schlägt, so kämpft er sich in Asien durch brennend heißen Wüstensand.Auch die Bösewichte können allesamt überzeugen. Das Bond-Girl ist eher nur mittelmaß, aber - so finde ich - keineswegs so schlecht, wie sie oft gemacht wird! Sie spielt für Bond-Girl-Verhältnisse eine recht ausgedehnte Rolle und meistert diese sehr passabel.Irgendwie ist es verwunderlich, dass der große Ära-Wechsel nach Gott Moore so unspektakulär und reibungslos vonstatten gegangen ist - zumindest aus heutiger Sicht (und das spricht eindeutig für Timothy Dalton!). Da ich 1987 noch zu klein war, habe ich etwaige Diskussionen o. Ä. rund um die Moore-Nachfolge nicht mitbekommen.Für mich jedenfalls steht fest, dass Dalton hier gezeigt und bewiesen hat, wie man 007 härter machen kann, ohne den Ruf bzw. die Tradition der Bond-Reihe hammerschlagartig zu zertrümmern.Ja, Der Hauch des Todes ist explosiver, schneller und auch etwas spritziger als seine Vorgänger, aber durch M, Q, Moneypenny, Felix sowie ein gutes Drehbuch und letztlich einen überzeugenden Mr. Dalton, bleibt sich die Bond-Reihe hier selbst treu.Für mich persönlich war Der Hauch des Todes lange Zeit einer meiner Favoriten in der Bond-Serie. Zwar hat er mittlerweile (mit ansteigendem Alter meinserseits) etwas gegen Sir Connery und teilweise auch Moore (und Lazenby und sogar Brosnan) eingebüßt, unter die Top-10-Bonds würde ich ihn jedoch auch heute noch reihen.Kurzum: Ein sehr zufriedenstellendes Gesamtergebnis, das unbestreitbar mit dem Bond-Siegel gekennzeichnet ist!
Bond, James Bond - Ich bin seit etliches Jahren Bond Fan und besitze alle Filme, die ich auch mindestens 5 mal gesehen habe. Kurz, ich kenne Bond in und auswendig.Der Hauch des Todes ist für mich, neben Goldfinger, der beste Bondfilm der Reihe.Knallharter Bond, trotzdem fehlt auch der Witz nicht! Tolle Schauplätze, klasse Story, klasse Darsteller.
Monogamer, aber keineswegs monotoner Bond - Na endlich, 007 kann auch monogam sein - wenn s auch nur für diesen Film war. James Bond (Timothy Dalton) verliebt sich in Der Hauch des Todes in die tschechische Cellistin Kara Milovy (Maryam d Abo), was deren Stradivari-Cello ein Einschussloch einbringt. Bösewichter russischer Provenienz gibt s in The Living Daylights (Originaltitel) zuhauf, und Bond bläst den meisten von ihnen besagte Lebenslichter aus. Selbst als Schurke noch witzig: Jeroen Krabbè (ein Holländer, der einen Russen spielt, ist an und für sich schon heiter). John Rhys-Davies (Zwerg Gimli aus Der Herr der Ringe) hat als General Pushkin seinen Auftritt. Die Drehorte bieten einen wahren Warm-Kalt-Warm-Wechsel. Von Gibraltars Klippen geht s in die verschneite ehemalige Tschechoslowakei und schließlich in die Wüstenei Afghanistans. Dass die afghanischen Szenen in Marokko und die tschechischen in Wien gedreht wurden, tut der Sache keinen Abbruch. Tarnen und täuschen gehört schließlich die Agentenleben ,-)Was mir an Der Hauch des Todes besonders gefällt: Dalton versucht seine Vorgänger in der Bond-Rolle nicht zu kopieren. Machosprüche und Snobismus halten sich in Grenzen. Bond wirkt realitätsnäher und beziehungstauglicher. Maryam d Abo passt da gut dazu. Kein aufgedonnertes Model, sondern quasi die hübsche junge Frau von nebenan, der man das Cellospiel tatsächlich abnimmt. Man stelle sich etwa Ursula Andress mit einem Cello vor - undenkbar!Motorfans kommen auf ihre Rechnung: Aston Martin feiert in Form eines Vantage Volante seine Wiederkehr. Auch wenn 007 das noble Gefährt zu Schrott bolzt. In Summe eine gelungene Leistung von Regiesseur John Glen und ein ebenso gelungenes Debut für Timothy Dalton als Doppelnullagent Ihrer Majestät.